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Weniger sind mehr
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Karl Otto Hondrich
Weniger sind mehr
Warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist
Campus, 2007
280 Seiten, gebunden
19,90 €
Eine große Heilige Allianz aus BILD-Zeitung, christlichen Familienpolitikern und ernst dreinblickenden Experten malt seit einiger Zeit ein neues Schreckgespenst an die Wand die Vergreisung der Gesellschaft, die zwangsläufig zum Zusammenbruch der Sozialsysteme und am bitteren Ende zum Aussterben der Deutschen führt. Entsprechend wird die Forderung mehr oder weniger direkt formuliert Ab in die Betten! Für Deutschland! (Und daß zeitgleich eine Debatte über Kindererziehung & Frau am Herd von Zaun gebrochen wird, mag für Zufall halten, wer mag.) Der Soziologe Karl Otto Hondrich (1937-2007) schreibt angesichts derartiger Kampagnen von Alarmismus und Ignoranz und stellt sich gegen den familienpolitischen Konsens, daß es zuwenige Kinder gäbe und die Politik schnellstens etwas dagegen tun müsse. Er erläutert, welche Faktoren neben der bloßen Anzahl der Beschäftigten (z.B. Produktivitätsteigerung oder Lebensarbeitszeit) für die Sicherung der Altersversorgung von Bedeutung sind und diskutiert die diversen Stellschrauben . Schließlich prognostiziert er die Erfolglosigkeit der Familienpolitik, da die Geburtenrate nicht in erster Linie von Fördermaßnahmen abhänge, sondern von einem komplexen Ursachengeflecht. (Eine Ursache sieht Hondrich übrigens neben der hohen Arbeitsbelastung in Vorstellungen von gleichberechtigter Partnerschaft, da diese dem arbeitsteiligen Modell, was die jeweilige individuelle Belastung angehe, unterlegen sei.) Fazit Ein streitbares liberales Plädoyer, Menschen selbst entscheiden zu lassen, ob sie Kinder bekommen wollen oder nicht, dessen einzelne Thesen und Argumentationen Widerspruch von den verschiedensten Seiten erwarten dürfen.
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