Der Titel des Buches Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung des Sozialwissenschaftlers Hartmut Krauss lässt schon ziemlich genau auf den Inhalt schließen. Krauss sieht den Islam nicht bloß als "zu schützende 'Privatreligion", sondern als "totalitäre grund- und strafrechtswidrige Herrschaftsideologie mit einer monotheistisch-dogmatischen Prämisse". Daher bezieht sich seine Kritik am Islam auf den Islam als "religiöses Glaubenssystem, gesellschaftliche Ordnungslehre, Alltagsethik, Sozialisations- und Erziehungsgrundlage", wobei er sich explizit gegen den orthodoxen Islam wendet und nicht gegen Muslime im Allgemeinen, dabei allerdings die Möglichkeit eines "liberalen Islam" außen vor lässt, womit seine Kritik verallgemeinernd angelegt ist. Trotzdem ist sein Buch nicht aus einer rechten und fremdenfeindlichen, sondern aus einer aufklärerisch-menschenrechtlichen Perspektive geschrieben und auch so zu lesen. Um seinen Gegenstand möglichst präzise zu erfassen, beginnt Krauss mit einer kurzen Begriffsklärung und Gegenstandsdefinition. Darauf folgt der Vergleich des orthodoxen Islam mit der an Menschenrechten orientierten Moderne. Krauss' Argumentation baut direkt auf Koransuren und Hadithen auf und wird durch Beispiele aus der Geschichte (auch aus der aktuellen) unterstützt. Das alles setzt er in Bezug zum deutschen Grundgesetz, um aufzuzeigen, dass der Islam und die kulturelle Moderne nicht nur im Gegensatz zueinander stehen, sondern sich sogar gegenseitig ausschließen. Im zweiten Hauptteil beschreibt er die Gefahren, die er im Islam selbst und im politischen Umgang mit diesem für die europäische Moderne sieht. Insgesamt hat der Autor mit seinem Buch eine fundierte Kritik am Islam als Ideologie vorgelegt, die für jeden am Thema Interessierten und Vorinformierten als Ergänzung zur Meinungsbildung geeignet ist. C. Reinsdorf