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Schulden
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David Graeber
Schulden
Die ersten 5000 Jahre
Klett-Cotta, 2012
536 Seiten, gebunden
26,95 €

Ein Buch, passend zur Finanzkrise, ist David Graebers Schulden. Die ersten 5000 Jahre. Der Anthropologe zeigt die historischen Dimensionen des weltweiten Schuldendebakels auf und untermauert seine Befunde mit empirischen Fakten. Dabei erweist es sich, dass zahlreiche wirtschaftswissenschaftliche Annahmen keine Entsprechung in der Realität finden. So gehen viele Wirtschaftswissenschaftler davon aus, dass es zuerst einen Tauschhandel gab, dann sei das Geld erfunden worden und schließlich habe sich eine bargeldlose Kreditwirtschaft entwickelt. Tatsächlich aber gibt es keine einzige Gesellschaft, die je einen reinen Tauschhandel praktiziert hat. Im Anfang war auch nicht das Geld, sondern der Kredit. Geld kam erst durch militärische Eroberungen in Umlauf, als Sold für die Krieger und als Pflicht der Unterworfenen, ihre Tribute und Steuern in eben diesem Geld zu begleichen. Durch Kredite und die Pflicht, diese zurückzuzahlen, entstand nach Graeber die Sklaverei. Es ist genau diese angeblich moralische Pflicht zur Zurückzahlung, die die Macht der Herrschenden stützt.
Graebers Buch besticht durch zahlreiche ethnologische und historische Fakten, die in wirtschafthistorischen Abhandlungen entweder verschwiegen werden oder deren Autoren gar nicht bekannt sind. Wer Graebers Buch gelesen hat, versteht die Logik des Kapitalismus entschieden besser.
B. Reinsdorf

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