Hitlers Deutsche: Sie folgten dem Eroberungs- und Zerstörungs-Wahn der Nazis von 1933 bis 1945. Angetrieben von erwartungsvoller Begeisterung, vaterländischem Pflichtgefühl, nationalem Dünkel und ideologischer Verblendung. Sie haben mitgemacht und mitgejubelt, ließen geschehen und schauten weg – bis zum Ende.
Deutschland in den Nachkriegsjahren: Ein „entnazifiziertes“ Volk mühte sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. Im kollektiven Verdrängen und Vergessen verloren sich der Schrecken und die Einzigartigkeit, die der Zivilisationsbruch des Holocaust und die Vernichtungskriege bedeuteten. Der nationalsozialistische Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld relativiert. So verschwanden all die Gleichgültigen, Mitmacher und Helfer aus dem geschichtlichen Blickfeld – und damit auch aus der Mit-Haftung und Mit-Verantwortung für ein verbrecherisches Herrschaftssystem.
Ein Volk auf der Flucht vor seiner eigenen Vergangenheit. Helmut Ortner Texte sind ein exemplarischer Querschnitt des deutschen Wahns und Grauens, ein Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit.
Erscheint Ende Februar 2026 – kann vorbestellt werden.