Dieses Buch rekonstruiert die Entwicklung des Wahrheitsbegriffs von der antiken Philosophie über die Aufklärung bis zu den postmodernen Infragestellungen des 20. Jahrhunderts. Es zeigt, wie diese Denkbewegungen bis heute in unsere öffentlichen Debatten hineinwirken: in der Gleichsetzung von Meinung und Wissen, der Berufung auf persönliche Erfahrung statt auf überprüfbare Begründung und der moralischen Aufladung von Diskursen.
Wahrheit ist kein abstrakter Begriff, sondern eine kulturelle Praxis – und sie hat eine Geschichte. Wer heute über Wissenschaft, Öffentlichkeit oder Wirklichkeit spricht, muss diese Geschichte kennen, um die Dynamiken unserer öffentlichen Debatten zu verstehen. Dieses Buch legt die verschütteten Zusammenhänge frei und bietet Orientierung in einer Zeit, in der Wahrheit zugleich bestritten, relativiert und dringend gebraucht wird.
Erscheint am 16. Mai 2026 – kann ab sofort vorbestellt werden.