Wenn von der rechten Szene die Rede ist, bleibt häufig unbeachtet, dass auch Frauen dort eine sichtbare und aktive Rolle einnehmen. Selbst bekannte Akteurinnen wie Alice Weidel (AfD), Sigrid Schüssler (ehem. NPD) oder Beate Zschäpe (NSU) werden dabei oft als weniger bedrohlich wahrgenommen als ihre männlichen Pendants. Diese Wahrnehmung greift jedoch zu kurz: Auch Frauen tragen maßgeblich dazu bei, dass erzkonservative, antifeministische und sogar extrem rechte Narrative über soziale Medien Anschluss an die gesellschaftliche Mitte finden.
Alice Juraschek untersucht, auf welche Weise diese Strategien funktionieren und warum sie so wirksam sind. An welche Narrative können die Frauen anknüpfen? Und wie gefährlich ist es, dass sie dabei häufig unsichtbar bleiben oder
unterschätzt werden? Welche tief verankerten Geschlechter- und Rollenbilder tragen dazu bei, dass die zugrunde liegende rechte und antifeministische Ideologie oft nicht als solche erkannt wird?
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