Pädagogik blickt am Kind vorbei in eine Zukunft, die sich aus dem Standpunkt des jeweiligen Pädagogen ergibt. Ein Erziehungsziel, das zumeist aus den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen resultiert und diese stützt, wird der Befassung mit dem Kind vorgeschaltet.
In den vorliegenden Texten werden dieser sowie weitere Fehler pädagogischen und sozialarbeiterischen Denkens anhand von Akteuren, Ideen und Schlagworten feuilletonistisch aufgezeigt. Dabei wird deutlich: Wo damit geworben wird, das Kind stehe im Mittelpunkt der Bemühungen, ist Skepsis angebracht. Denn letztlich geht es bei Erziehungsideologien um abstrakte Werte wie Moral und Sittlichkeit oder abstrakte soziale Kategorien wie Gesellschaft und Staatlichkeit.
Erscheint Anfang August 2026 - jetzt vorbestellen.