Ausstellungseröffnung Weiblich geboren im Café Krem
Trotz Biergartenwetters war die Vernissage der Ausstellung Weiblich geboren gut besucht. Das Projekt Weiblich geboren ist mittlerweile ein gattungsübergreifendes Kunstwerk. Ursprünglich gab es unter diesem Titel ein Theaterstück von Emmanuelle Delle Piane. Dann entstanden rund 80 Kunstwerke, die das Thema variierten und seit Freitag erstmals als Ausstellung zu sehen sind. Schließlich erscheint diese Woche der dazugehörige Ausstellungskatalog im Alibri Verlag.
Mit der Ausstellungseröffnung wird der Kellersaal des Café Krem (Aschaffenburg, Riesengasse 10) zum Schauplatz der „multimedialen“ Inszenierung des Themas: die Einschränkungen, Benachteiligungen, Diskriminierungen, die Frauen jeden Tag erleben. Im Zeitraum der Präsentation der Kunstwerke wird es fünf Aufführungen der Theaterproduktion durch ein Ensemble des 12 Stufen Theaters geben. Agnieszka Kleemann, Frontfrau der Truppe, erzählte zum Einstieg, welche Hindernisse zu überwinden waren, bis das Stück endlich „aufführungsfertig“ war. Dass sich die Mühen auf alle Fälle gelohnt haben, zeigten die zwei Szenen, die an diesem Abend vorab dargestellt wurden: Sie ließen das Publuikum beeindruckt, aber auch ein bisschen verstört zurück.
Arnold Tomaschek erzählte die Geschichte der Ausstellung. Als Religions- und Ethiklehrer an der Frankfurter Gutenbergschule, einer Beruflichen Schule für Druck- und Medientechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, hatte er den Anstoß gegeben, dass die Schülerinnen und Schüler des zweiten Ausbildungsjahres sich mit dem Thema „Weiblich geboren“ befassten und die Kunstwerke schufen. Es waren mehrere Künstlerinnen anwesend, auch die beiden, die durch eine engagierte redaktionelle Betreuung dafür gesorgt hatten, dass der Katalog zustande kam: Alina Jost und Sandy Kopka.
Die Ausstellung ist bis zum 13. September zu sehen. Das Café Krem ist Dienstag bis Samstag von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei (über Spenden freut sich der Künstlertreff). Der Katalog kann in der Ausstellung erworben werden.
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