Gegen die „Entsorgung der NS-Zeit“
In einem Interview, das in mehreren Online-Magazinen erschienen ist, hat sich Helmut Ortner gegen die Beendigung der deutsche Erinnerungskultur ausgesprochen. In seinem Buch Gnadenlos Deutsch, das im Februar im Alibri Verlag erscheint, setzt er sich in Essays und Reportagen mit der Frage auseinander, warum so viele Deutsche während des Nationalsozialismus zu Tätern, Komplizen, Profiteuren wurden. Seine Antwort ist „ebenso schlicht wie beschämend: Weil die Menschen damals so waren, wie wir heute sind.“
Wer heute die AfD wähle, müsse sich vorhalten lassen, „rechtsradikale und rechtsextremistische Politiker mit weitreichenden parlamentarischen Legitimationen und Eingriffsmöglichkeiten auszustatten“. Wer das tue, könne sich nicht herausreden, sondern müsse in „Mithaftung“ genommen werden.
Von März bis Mai findet eine große Lesereise des Autors statt. Die Termine finden sich in Kürze hier im Blog.
Related
Eigentlich hätte es auf der Celebrating Dissent Tagung, die Mitte August in Köln stattgefu...
weiterlesen >
Mit „Nach Glückstränen kommt Kopftuchpflicht“ ist ein Gastbeitrag von Alibri-A...
weiterlesen >
Die Welt verändern. Die Zielsetzung stand fest, als wir 1990 unsere ersten verlegerischen Schri...
weiterlesen >
Soeben sind die ersten beiden Bände der Schriftenreihe Anders als Denken. Interkontinentale Per...
weiterlesen >
Das Buch Frauen sind eure Äcker von Ilhan Arsel zeigt ein zu wenig bekanntes Gesicht der Tü...
weiterlesen >
Am Samstag, dem 24. Juni, feierte der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) sein 30-jähriges...
weiterlesen >