Gegen die „Entsorgung der NS-Zeit“
In einem Interview, das in mehreren Online-Magazinen erschienen ist, hat sich Helmut Ortner gegen die Beendigung der deutsche Erinnerungskultur ausgesprochen. In seinem Buch Gnadenlos Deutsch, das im Februar im Alibri Verlag erscheint, setzt er sich in Essays und Reportagen mit der Frage auseinander, warum so viele Deutsche während des Nationalsozialismus zu Tätern, Komplizen, Profiteuren wurden. Seine Antwort ist „ebenso schlicht wie beschämend: Weil die Menschen damals so waren, wie wir heute sind.“
Wer heute die AfD wähle, müsse sich vorhalten lassen, „rechtsradikale und rechtsextremistische Politiker mit weitreichenden parlamentarischen Legitimationen und Eingriffsmöglichkeiten auszustatten“. Wer das tue, könne sich nicht herausreden, sondern müsse in „Mithaftung“ genommen werden.
Von März bis Mai findet eine große Lesereise des Autors statt. Die Termine finden sich in Kürze hier im Blog.
Related
Mit der Novemberrevolution 1918 endete in Deutschland die Zeit der Staatskirchen. Die Suche nach der...
weiterlesen >
Die Katastrophe war vielleicht nicht absehbar, aber dass es bei KNV seit einiger Zeit nicht mehr run...
weiterlesen >
Dieser Tage werden unsere Vorschauen verschickt, die einen Ausblick auf unser Herbstprogramm geben. ...
weiterlesen >
Manche Menschen hinterlassen einen Eindruck, der bleibt. Monika Schmittner war so ein Mensch. Das la...
weiterlesen >
Die Veranstaltungen der Gegenbuchmasse finden an verschiedenen Orten statt. Neben dem Café Ex...
weiterlesen >
Der Mai ist wahrscheinlich der Monat mit den meisten Veranstaltungen. Neben einzelnen Lesungen (beis...
weiterlesen >