Skepkon 2025 in Regensburg
Ende Mai fand in Regensburg die diesjährige Skepkon statt, die mit über 300 Anwesenden sehr gut besucht war. Es war die erste Skepkon nach der Konfrontation zwischen einem Flügel, der die Wissenschaftsfreiheit verteidigte, und einem, der bestimmte Bereiche, etwa die sog. Critical Studies, grundsätzlich aus dem Aufgabengebiet der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) herausnehmen wollte. Dass dieser Konflikt innerhalb der GWUP Vergangenheit ist, war auch an der Stimmung sehr deutlich zu spüren. Die war fast wieder so „familiär“ wie vor dem Streit, und die drei Tage waren geprägt vom „Miteinander“. Auch vom miteinander kontrovers diskutieren. Denn die Debatten (im Saal, aber auch in den Pausen im Foyer) wirkten deutlich offener als zuletzt (dabei mag auch eine Rolle gespielt haben, dass kaum jemand noch fürchtete, eigene Aussagen drei Stunden später in eigenwilliger Wiedergabe auf X lesen zu müssen).
Alibri-Autoren waren auf den Podien zahlreich vertreten. Am Donnerstag referierte Christoph Bördlein über den Barnum-Effekt und Michael Scholz gab Einblicke in die NS-Pseudomedizin. Am Freitag erläuterte Sebastian Schnelle einige Aspekte der Medienstrategie der „Neoreaktion“, einer relativ neuen, sich intellektuell gebenden autoritären Strömung, die vor allem in den USA größeren Einfluss hat. Konstantin Linder gab Anregungen, wie das Thema „Essen“ bzw. Ernährungstipps evidenzbasiert behandelt werden kann (ausführlich wird es darum in seinem Buch Tellerwissen gehen, das im Herbst im Alibri Verlag erscheint). Und am Sonntag präsentierte Amardeo Sarma Fakten zum Thema „Weltbevökerung“ und überlegte, was sie für die Zukunft unseres Planeten bedeuten könnten.
Wer die Skepkon verpasst hat: In Kürze wird es Videos der Vorträge geben.
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