X
GO
Warenwert 0
Zum Warenkorb
Enter Title

  • Alles
  • Verlag
  • MIZ
  • Kinderbuch
  • Medienecho
  • Veranstaltungen
  • Politik

MIZ 1/19: Internationale Solidarität für säkulare Blogger

16 Mai, 2019 | Return|

Um die Situation säkularer Blogger in Bangladesch geht es im aktuellen Heft der MIZ. Deren Lebensumstände haben sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert, seit die islamische Rechte regelrecht Jagd auf sie macht. Arnab Goswami, der selbst fliehen musste und heute in Deutschland lebt, beschreibt es als „größten, von den Medien erschaffenen Mythos“, dass Bangladesch ein säkularer Staat sei. Denn seit einiger Zeit kommt die Regierung den Forderungen islamistischer Führer entgegen, während sie freidenkerische Bangla-Blogger verfolgt und nicht vor gewalttätigen Übergriffen schützt. Eines der Opfer war der Verleger Shahjahan Bacchu, der letztes Jahr auf offener Straße erschossen wurde. Seine Tochter Durba Zahan, die als Bloggerin ebenfalls Drohungen erhielt und Asyl in Deutschland suchte, hat einen sehr persönlich gehaltenen Text beigesteuert.
Auf die Schwierigkeiten, mit denen Menschen zu kämpfen haben, die aufgrund ihrer atheistischen Einstellung oder ihres laizistischen Engagements nach Deutschland geflohen sind, macht Nicole Thies in ihrem Editorial aufmerksam. Insbesondere die derzeit diskutierte Verschärfung der „Residenzpflicht“ verlängert die Gefährdung von Dissidenten in die Gemeinschaftsunterkunft hinein.
Zwei weitere Beiträge befassen sich mit dem Themenkreis Säkularismus und Flucht. Tarek Azizeh stellt auch für sein Herkunftsland Syrien die Frage, ob das herrschende Regime säkular ist. Und im Gegensatz zu den deutschen Medien vertritt er die Auffassung, dass dies nicht der Fall ist. Auf ein paradoxes Phänomen verweist Alia Ahmad: Frauen, die nach Deutschland geflüchtet sind, haben auf dem Papier zahlreiche Rechte, können diese aber aufgrund vielfältiger Zwänge nicht wahrnehmen oder verzichten von sich aus darauf. So ist die Lebensrealität vieler Frauen mit mehr Einschränkungen verbunden als in ihrem Herkunftsland.
Die anhaltenden Auseinandersetzungen um die Verschleierung von Kindern resp. ein Verbot derselben nimmt Gunnar Schedel zum Anlass einer grundsätzlichen Kritik jenes Flügels der Linken, die sich allein der Identitätspolitik zugewandt und vom Ziel gesellschaftlicher Veränderungen und Emanzipation verabschiedet hat. Anhand einer Stellungnahme des „Netzwerkes rassismuskritische Migrationspädagogik“ und von Referentinnenbeiträgen auf der Antirassismuskonferenz der Bundestagsfraktion der Linken warnt er vor einer „Querfront gegen Säkularismus“.
Neben einem von mehreren europäischen laizistischen Organisationen unterzeichneten Aufruf zur Kündigung der Konkordate enthält das Heft noch zwei längere Interviews mit Michael Schmidt-Salomon zur Buskampagne und mit Kristina Hänel zu ihrer Verurteilung nach § 219a (Bereitstellung von sachlichen Informationen zum Schwangerschaftsabbruch).
Daneben gibt es noch die Rubriken Blätterwald, Zündfunke und Internationale Rundschau, die Glosse Neulich… und eine Buchbesprechung.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf der Webseite der MIZ.

Related

MIZ 2/23: Untergang von Religionen

MIZ 2/23: Untergang von Religionen

Was passiert eigentlich genau, wenn eine Religion „untergeht“? Wie ist der massive Vertrauensverlu...

weiterlesen >
Der Verlagspreis gefährdet die kulturelle Vielfalt

Der Verlagspreis gefährdet die kulturelle Vielfalt

Es hätte nicht zwangsläufig so kommen müssen, wie es zu befürchten war. Die Idee...

weiterlesen >
MIZ 4/19: Auf den Spuren der Aufklärung

MIZ 4/19: Auf den Spuren der Aufklärung

Die historische Aufklärung sieht sich seit einiger Zeit Kritik ausgesetzt. In einer Serie ü...

weiterlesen >
Ehrung für Karlheinz Deschner

Ehrung für Karlheinz Deschner

Ein Jahr nach dem 100. Geburtstag hat die Stadt Haßfurt einen Festakt für den Streitschri...

weiterlesen >
Bilderbuchtagung und Verleihung des HUCKEPACK-Preises

Bilderbuchtagung und Verleihung des HUCKEPACK-Preises

Am vergangenen Wochenende waren die Alibri-Mädels Teresa und Mona auf Reisen. Anlass war die Bi...

weiterlesen >
Forum für Utopie & Skepsis: 25 Jahre Alibri Verlag

Forum für Utopie & Skepsis: 25 Jahre Alibri Verlag

Die Welt verändern. Die Zielsetzung stand fest, als wir 1990 unsere ersten verlegerischen Schri...

weiterlesen >
Suche
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir nur essenzielle Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung