Gedenktafeln zum Bauernaufstand 1525
Am 23. September wurden in Aschaffenburg drei Gedenktafeln, die an den Bauernkrieg erinnern, der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie zieren nun den Stiftsbrunnen. Der Ort wurde gewählt, weil auf dem Platz vor der Stiftskirche im August und Oktober 1525 zwölf Aufständische hingerichtet wurden (nur von zweien kennen wir die Namen: Claus Bopp und Konrad Stumpf).
Zu verdanken ist das Denkmal vor allem Johannes Bütttner, einem der beiden Autoren des im vergangenen Jahr erschienenen Buches Fryheit 1525, das von der Erhebung der Bauern und Bürger im Raum Churmainz, Aschaffenburg und Odenwald berichtet. Er hatte nicht nur den Anstoß gegeben, sondern auch mit dem Stadt- und Stiftsarchiv sowie der Steinmetz-Schule über die Details beraten. Zwei Steinmetzschüler fertigten dann auch die Entwürfe für die drei Tafeln an, ein Dozent übernahm die bildhauerische Arbeit.
Auf der kleinen Feier ordnete Hans Büttner das Geschehen in Aschaffenburg in die Gesamtabläufe des Bauernkrieges ein. Zwar fanden hier keine größeren Kämpfe statt, aber immerhin war es in Aschaffenburg, wo der Statthalter des Mainzer Erzbischofs – gezwungenermaßen – die berühmten Zwölf Artikel unterzeichnete.
Daneben sprachen Oberbürgermeister Markus Schlemmer, der Leiter des Stadt-und Stiftsarchivs Dr. Joachim Kemper sowie Leiterin der Steinmetz-Schule Ulrike Ader. Für den musikalischen Rahmen sorgten ehemalige Mitgliedern von Mollebusch.
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