Dokumentarfilm über Mina Ahadi
Mina – Der Preis der Freiheit heißt ein Dokumentarfilm von Hesam Yousef, der die seit langem in Deutschland lebende iranische Freiheitskämpferin porträtiert. Der Film gibt einen tiefen Einblick in Mina Ahadis Leben. Er berichtet, wie ihre Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen nach dem Sturz des Schahs angesichts des islamistischen Terrors zerbarsten (Minas Mann wurde hingerichtet) und sie in den bewaffneten Widerstand ging. Einfühlsam werden Geschichten erzählt von Menschen, für die sich Mina, nachdem sie nach Europa geflohen war, einsetzte. Im Internationalen Komitee gegen Steinigung beispielsweise für wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilte Frauen. Oder für inhaftierte Oppositionelle. Nicht in allen Fällen endete ihr Engagement mit einem Happy End. Einigen Menschen haben die von ihr initiierten Kampagnen das Leben gerettet; andere wurden allen internationalen Protesten zum Trotz vom iranischen Regime ermordet.
Dem Film gelingt die Gratwanderung gut, die schwankenden Stimmungen zwischen Rückschlägen, dem Bewusstsein der Bedrohung des eigenen Lebens und dem unbändigen Willen, die Welt zu verändern, einzufangen. Er kommt Mina oft sehr nah, bedient aber nie voyeuristische Interessen.
Unser Bild zeigt Mina Ahadi zusammen mit Hesam Yousef und Michael Schmidt-Salomon auf einer Preview-Vorführung in den Räumen der Giordano-Bruno-Stiftung. Derzeit ist der Film mancherorts zu sehen, gestern etwa beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst oder am 20.4. im Rahmen des Lichter Filmfestes Frankfurt International.
Wer mehr über Mina Ahadis Leben wissen will, erfährt dies in ihrer Autobiographie Ich habe abgeschworen.
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